...verbindet historische Forschung, künstlerische Praxis und Globales Lernen und setzt sich für eine kritische Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuitäten, Erinnerungskultur und globaler Gerechtigkeit ein.

Oumou Sow kommt aus der Côte d’Ivoire und ist Doktorandin der Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim. Zudem arbeitet sie als Kunstvermittlerin sowie als Theater- und Tanzpädagogin. Ihre Arbeit verbindet künstlerische Praxis, historische Forschung und Globales Lernen.

Seit mehreren Jahren beschäftiget Oumou Sow sich mit Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), des Globalen Lernens sowie mit Fragen kolonialer Kontinuitäten, globaler Gerechtigkeit und interkultureller Zusammenarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei auf der Erinnerungskultur des transatlantischen Sklavenhandels und seinen Auswirkungen auf die Gegenwart. In ihrer Forschung und Projektarbeit arbeitet Sow eng mit Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und lokalen Gemeinschaften in Westafrika zusammen. Diese transnationale Perspektive ermöglicht es ihr, historische Zusammenhänge mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu verbinden und unterschiedliche Sichtweisen zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden sichtbar zu machen.

Oumou Sows Bildungsarbeit basiert auf postkolonialen und dekolonialen Ansätzen und wird durch Perspektiven wie Afrofuturismus, Afrotopia und Afrofeminismus ergänzt. In ihren Workshops verbindet Sow wissenschaftliche Inhalte mit Theater, Tanz und weiteren künstlerischen Methoden, um Räume für Dialog, Kreativität und kritisches Denken zu schaffen. Dabei ist es ihr wichtig, Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Sprache einen gleichberechtigten Zugang zu kultureller Bildung zu ermöglichen.

Sow arbeitet partizipativ, kollaborativ und prozessorientiert. Ihr Ziel ist es, Lernräume zu gestalten, in denen unterschiedliche Erfahrungen wertgeschätzt werden und gemeinsames Lernen auf Augenhöhe stattfinden kann.

Ich bin Referentin bei Gemeinsam mit Afrika, weil ich Brücken zwischen Erinnerungen, Kulturen und Menschen bauen möchte, um gemeinsam eine gerechtere Zukunft zu gestalten.

Schwerpunktthemen:

  • Erinnerungsorte und Narrative zum transatlantischen Sklavenhandel
  • Vorkolonialismus, Kolonialismus, Postkolonialismus und Dekolonialität
  • Afrofuturismus, Afrotopia, Afrofeminismus
  • Interkulturelle Vermittlung Nord–Süd
  • Theater-, Tanz- und Musikpädagogik
  • Kreative Ausdrucksformen (Haarstyling, Schmuck, Körperarbeit)
  • Empowerment-orientierte Bildungsarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Partizipative Workshops und künstlerische Methoden der Geschichtsvermittlung

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