Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist weiterhin eine schwere gesundheitliche Krise. Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützen Mitgliedsorganisationen von Gemeinsam mit Afrika die Nothilfe vor Ort.Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hält an. 7.258 bestätigte Fälle und 3.510 Todesfälle wurden inzwischen registriert. Betroffen sind 62 Gesundheitszonen in sieben Provinzen. (Stand: 13. September 2026)Dabei entwickelt sich die Situation regional unterschiedlich: In Ituri, dem bisherigen Schwerpunkt des Ausbruchs, geht die Übertragung inzwischen zurück. In Nord-Kivu steigen die Fallzahlen dagegen weiter. Die WHO betont deshalb, dass die Ausbreitung noch nicht unter Kontrolle ist und die Maßnahmen zur Eindämmung fortgesetzt werden müssen. Ebola trifft ganze GemeindenFür die Menschen vor Ort bedeutet Ebola weit mehr als eine Krankheit: Familien verlieren Angehörige, Gemeinden leben in Angst. Überlastete Krankenhäuser, fehlendes medizinisches Personal und eingeschränkter Zugang zu Gesundheitsversorgung verschärfen die Situation. Vertreibung, Armut und anhaltende Konflikte kommen hinzu. Besonders dramatisch sind die Folgen für Kinder. UNICEF warnt, dass fast drei Millionen Kinder und Jugendliche in den betroffenen Regionen durch Ebola selbst und den eingeschränkten Zugang zu wichtigen Gesundheits- und sozialen Dienstleistungen bedroht sind. (Stand: 22. Juni 2026)Ebola eindämmen: Infektionsketten frühzeitig unterbrechenEbola wird vor allem durch engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Um einen Ausbruch einzudämmen, müssen Infektionen deshalb möglichst früh erkannt und weitere Ansteckungen verhindert werden.Dafür braucht es verschiedene Maßnahmen:Aufklärung: Menschen erfahren, welche Symptome auf Ebola hinweisen und wie sie sich und andere schützen können. Hygiene: Handwaschstationen und Hygienematerial tragen dazu bei, die Übertragung des Virus zu reduzieren. Schutzausrüstung: Gesundheitskräfte benötigen geeignete Schutzkleidung und -ausrüstung, um sich bei der Versorgung von Patient*innen nicht selbst anzustecken. Früherkennung: Verdachtsfälle müssen schnell erkannt, getestet und gegebenenfalls an Behandlungszentren weitergeleitet werden. Schulungen: Gesundheitskräfte und Gemeindevertreter werden darin geschult, Symptome zu erkennen und angemessen zu reagieren.Auch die medizinische Versorgung muss während eines Ausbruchs aufrechterhalten werden. In den betroffenen Regionen werden deshalb Behandlungskapazitäten ausgebaut und zusätzliche Gesundheitskräfte eingesetzt. Unterstützung vor OrtDie Mitgliedsorganisationen von Gemeinsam mit Afrika engagieren sich gemeinsam mit lokalen Partnern in unterschiedlichen Bereichen der Ebola-Nothilfe.ADRA Deutschland verteilt unter anderem Hygienesets und Schutzausrüstung, unterstützt Gesundheitseinrichtungen und trägt dazu bei, besonders gefährdete Menschen zu schützen.Die Stiftung der Deutschen Lions fördert Aufklärungsmaßnahmen zu Symptomen, Schutzmöglichkeiten und richtigem Verhalten. Darüber hinaus werden Handwaschstationen eingerichtet, Gesundheitskräfte und Gemeindevertreter geschult und Verdachtsfälle frühzeitig erkannt und an Behandlungszentren weitergeleitet.So trägt die Nothilfe dazu bei, Infektionsketten zu unterbrechen und Menschen vor weiteren Ansteckungen zu schützen.Die Nothilfe geht weiterAuch wenn sich die Situation in einigen Regionen verbessert, bleibt die Lage dynamisch. In anderen Gebieten breitet sich das Virus weiterhin aus. Umso wichtiger sind eine kontinuierliche Überwachung, die schnelle Erkennung neuer Fälle, medizinische Versorgung, Hygiene und Aufklärung. (Stand: 16. September 2026) Jeder Tag zählt.Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, Infektionsketten zu unterbrechen, Menschen vor Ansteckung zu schützen und wichtige Maßnahmen der Ebola-Nothilfe zu ermöglichen.Jetzt für die Ebola-Nothilfe spendenQuellenWHO Africa Region: EBOLA BUNDIBUGYO VIRUS DISEASE OUTBREAK Democratic Republic of the Congo | Uganda Weekly External Situation Report 18, Data as of 13 September 2026Reuters: Ebola response making progress in Congo, but outbreak 'far from over,' WHO says (16.09.2026)UNICEF: As Ebola cases hit 1,000, almost 3 million children and adolescents face rising risks in eastern DR Congo (22.06.2026)