Drei Jahre „Talk Climate – Do Justice“: Über 300.000 junge Menschen für ein differenziertes Afrikabild sensibilisiert

Rückblick auf drei Jahre "Talk Climate - Do Justice": Über 300.000 Schüler*innen wurden für Klimagerechtigkeit und ein differenziertes Afrikabild sensibilisiert.

Berlin, 30. April 2026

Nach drei erfolgreichen Jahren endet unser Bildungsprojekt „Talk Climate – Do Justice“. Seit Mai 2023 hat das Projekt bundesweit Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene sowie Lehrkräfte erreicht und für ein differenziertes Bild vom afrikanischen Kontinent sensibilisiert.

Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW verfolgte das Projekt das Ziel, junge Menschen in Deutschland zu nachhaltigem Engagement für eine global gerechtere Welt zu motivieren – insbesondere auch im Kontext von Klimagerechtigkeit.

Über 300.000 erreichte Schüler*innen

Rund 10.000 Lehrkräfte nutzten die Bildungsangebote des Projekts, wodurch mehr als 300.000 Schüler*innen erreicht werden konnten.

Insgesamt wurden knapp 26.000 Unterrichtsmodule bestellt, heruntergeladen oder verteilt. Zudem kamen über 500 Lernkoffer in Schulen und pädagogischen Einrichtungen zum Einsatz, und 147 Workshops wurden an 74 Schulen von engagierten GmA-Referent*innen durchgeführt.

Die Rückmeldungen aus der Praxis zeigen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der GmA-Bildungsmaterialien. Eine Lehrkraft beschreibt den Einsatz des Lernkoffers und des Vernetzungsspiels beispielsweise so:

„Der Koffer und das Vernetzungsspiel haben uns als Unterstützung in einem einwöchigen Projekt hervorragend begleitet. Die Schüler*innen waren sehr motiviert in der Arbeit mit dem Material und es hat Einblicke in die Vielfalt afrikanischer Lebenswirklichkeiten ermöglicht und zu einigen Aha-Momenten geführt.“

Andere hoben wiederum die didaktische Qualität, Praxistauglichkeit und Vielfalt hervor.

Bildungsarbeit vor Ort durch engagierte GmA-Referent*innen

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts lag auf der direkten Bildungsarbeit in Schulen. In insgesamt 147 Workshops vermittelten unsere engagierten Referent*innen deutschlandweit zentrale Inhalte des Globalen Lernens.

Die Workshops boten Raum für Austausch, Reflexion und Perspektivwechsel. Themen wie Klimagerechtigkeit, Antirassismus, Kolonialismus und Fairer Handel wurden interaktiv aufbereitet, um komplexe globale Zusammenhänge greifbar zu machen. Viele Teilnehmende setzten sich dabei erstmals intensiv mit Lebensrealitäten in afrikanischen Ländern auseinander und reflektierten ihre eigene Rolle im globalen Kontext.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist das große Engagement unserer Referent*innen, die mit fachlicher Expertise und persönlichem Einsatz nachhaltige Lernerfahrungen ermöglichten. Eine Rückmeldung aus dem schulischen Kontext fasst dies so zusammen:

„Vielen Dank für dieses tolle Angebot! Der Workshop war eine wertvolle Bereicherung des Unterrichts und die Schüler*innen haben ihn sehr positiv aufgenommen."

Auch in den vergangenen Jahren wurde die Bildungsarbeit durch die Zusammenarbeit mit externen Expert*innen fachlich vertieft. So war unter anderem Zinaida Sebastião Lina als Referentin zum Thema Antirassismus und Antidiskriminierung eingebunden. Das Kipppunkt Kollektiv, vertreten durch die Referent*innen Julian und Andrina, gestaltete und führte die Workshopreihe „Methoden globalen Lernens für Klimagerechtigkeit“ durch. Und Leonie Bröcheler von WEED e.V. bildete die GmA-Referent*innen im Bereich Rohstoffgerechtigkeit fort.

Neue Materialien zum Thema Klimagerechtigkeit  

Zudem wurden vier neue thematische Module zum Schwerpunkt „Klimagerechtigkeit“ veröffentlicht. Sie bieten Schüler*innen Einblicke in Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels in verschiedenen afrikanischen Ländern und regen zur Auseinandersetzung mit Fragen von Verantwortung, Betroffenheit und eigenen Handlungsmöglichkeiten an.

Ein weiterer Meilenstein war die Erweiterung des Angebots für den Englischunterricht: Sechs Module – darunter die gesamte Reihe zu Klimagerechtigkeit sowie Themen wie Diskriminierung und Kinderarbeit – wurden ins Englische übersetzt. Damit stehen Lehrkräften nun noch vielfältigere Möglichkeiten zur Verfügung, globale Themen fächerübergreifend zu behandeln.

Wertvolle Begegnungen und neue Perspektiven

Auf Veranstaltungen wie dem KENAKO Afrika Festival in Berlin und dem BNE-Festival in Essen 2023, der didacta Bildungsmesse in Köln 2024 sowie dem benbi-Mitmachwochenende im FEZ-Berlin 2025 konnte das Team von Gemeinsam mit Afrika das Bildungsangebot nicht nur einem breiteren Publikum vorstellen. Es gab uns auch die Möglichkeit wertvoller persönlicher Begegnungen: In Gesprächen mit Lehrkräften, Pädagog*innen, Multiplikator*innen und Interessierten entstanden wertvolle Dialoge, die Raum für neue Perspektiven, kritische Fragen und gemeinsame Reflexion boten.

Ausblick und Dank

Zum Abschluss des Projekts gilt ein besonderer Dank allen Beteiligten, die „Talk Climate – Do Justice“ in den vergangenen drei Jahren mit Leben gefüllt haben: den engagierten Lehrkräften, den Referent*innen sowie den zahlreichen Schüler*innen, die sich offen und interessiert mit den Themen auseinandergesetzt haben.

Auch über das Projektende hinaus bleibt Klimagerechtigkeit ein zentrales und hochaktuelles Thema. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Materialien stehen weiterhin kostenfrei zur Verfügung und können langfristig im Unterricht sowie in der Bildungsarbeit eingesetzt werden.

Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Ab Mai startet Gemeinsam mit Afrika mit dem neuen Projekt „DenkMal Afrika neu – Koloniale Strukturen erkennen, globale Gerechtigkeit gestalten“. Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

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