Antikolonialer Widerstand und ökonomische Macht: Rückblick auf das GmA-Netzwerktreffen 2026

Wie wirken koloniale Machtverhältnisse bis heute fort? Welche Rolle spielen wirtschaftliche Abhängigkeiten und globale Handelsbeziehungen? Und wie können diese komplexen Zusammenhänge in der Bildungsarbeit vermittelt werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich unsere Bildungsreferent*innen beim diesjährigen Netzwerktreffen von Gemeinsam mit Afrika am 31. Oktober 2026 in Berlin.

Berlin, 4. November 2026

Insgesamt 24 Bildungsreferent*innen aus unserem deutschlandweiten Netzwerk kamen am 31. Oktober 2026 zusammen, um sich auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und Impulse für ihre Bildungsarbeit zu sammeln. Im Mittelpunkt stand der Workshop „Antikolonialer Widerstand und ökonomische Macht: Historische Kämpfe und gegenwärtige Strukturen“, der von den beiden Referentinnen Charlotte Sohst und Dolly Afoumba von der Initiative Perspektivwechsel e. V. gestaltet wurde.

Historische Widerstandsbewegungen und koloniale Kontinuitäten

Der Workshop widmete sich den historischen Kämpfen gegen den Kolonialismus und der Frage, wie koloniale Strukturen bis in die Gegenwart fortwirken. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Wirtschafts- und Währungsbeziehungen zwischen Europa und West- und Zentralafrika, insbesondere auf den historischen und gegenwärtigen Verflechtungen.

Dabei ging es nicht nur um die Entstehung und Auswirkungen kolonialer Machtverhältnisse, sondern auch um die vielfältigen Formen des antikolonialen Widerstands. Gemeinsam setzten sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie historische Entwicklungen heutige wirtschaftliche Abhängigkeiten und globale Ungleichheiten beeinflussen.

Mithilfe interaktiver Methoden, gemeinsamer Reflexionen und Diskussionen wurden unterschiedliche Perspektiven zusammengetragen und Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart hergestellt.

Austausch und neue Impulse für die Bildungsarbeit

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung bot das Netzwerktreffen viel Raum für den Austausch von Erfahrungen, Ideen und pädagogischen Ansätzen. Die Teilnehmenden konnten verschiedene Methoden selbst erproben und darüber diskutieren, wie sich komplexe Themen wie Kolonialismus, Widerstand und globale Machtverhältnisse verständlich und differenziert in der Bildungsarbeit aufgreifen lassen.

Unsere Bildungsreferent*innen sind deutschlandweit an Schulen im Einsatz und gestalten Workshops zu vielfältigen Themen des Globalen Lernens. Die regelmäßigen Netzwerktreffen bieten ihnen die Möglichkeit, sich fachlich weiterzubilden, neue Methoden kennenzulernen und sich untereinander zu vernetzen. So tragen sie dazu bei, unsere Bildungsangebote kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Vielen Dank für den wertvollen Austausch!

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement, die guten Diskussionen und den offenen Austausch. Ein besonderer Dank gilt den beiden Referentinnen der Initiative Perspektivwechsel e. V. für die abwechslungsreiche und anregende Gestaltung des Workshops.

Wir freuen uns schon auf unser nächstes Netzwerktreffen im Frühjahr 2027!

Globales Lernen an Ihrer Schule?

Unsere Bildungsreferent*innen führen deutschlandweit Workshops zu Themen wie (Anti-)Rassismus, (Post-)Kolonialismus, Globalisierung, Migration und Flucht, den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) und vielen weiteren Schwerpunkten durch. Das Angebot ist kostenlos.

Ab 2027 können wieder Workshops gebucht werden. Entdecken Sie die vielfältigen Themen und Profile unserer Bildungsreferent*innen und finden Sie das passende Angebot für Ihre Schule!

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